71 oder der Fluch der Primzahl

THEATERSTÜCK NACH TEXTEN VON
21 AUTORiNNEN  DES BURGENLANDES

 

SZENISCHE EINRICHTUNG  UND INSZENIERUNG:  PETER WAGNER KOMPOSITION UND LIVE-MUSIK: FERRY JANOSKA MIT  BELLA BAN, TANIA GOLDEN, GERNOT PIFF,
PETRA STADUAN, WERNER WULTSCH

Eine Produktion der Theaterinitiative  Burgenland in Koproduktion mit dem Offenen Haus Oberwart und der Gemeinde Parndorf

 

URAUFFÜHRUNG

PREMIERE: 4. JÄNNER  2017, 19:30 UHR VOLKSSCHULE PARNDORF / PANDROF

 

WEITERE VORSTELLUNGEN
5., 6., 7. Jänner  2017 / 19:30 Uhr / Volksschule Parndorf/Pandrof
11., 12., 13. Jänner  2017 / 19:30 Uhr / ORF-Landesstudio Eisenstadt
19., 20., 21. Jänner  2017 / 19:30 Uhr / Offenes Haus Oberwart
22. Jänner 2017 / Matinee / 11:00 Uhr / Offenes Haus Oberwart
27. Jänner  2017, 19:30 Uhr, KUGA, Großwarasdorf/Veliki Borištof

 

Eintritt:  VVK 18,- / AK 20,- (ermäßigt*:  VVK 16,- / AK 18,-)

* Ermäßigte Kartenpreise gelten für: OHO-Mitglieder, Ö1-Club-Mitglieder, SchülerInnen, Lehrlinge, StudentInnen, Zivil- & Präsenzdiener.
Vorverkaufsstellen: Offenes Haus Oberwart, Bank Burgenland; für die Vorstellung in Großwarasdorf auch in der KUGA.

Nähere Informationen: www.oho.at

Karten für die Vorstellungen in Parndorf auch unter der Tel. Nr. 02166/22772


 

Als am 27. August  2015 aus einem auf dem Pannenstreifen auf der A4 bei Parndorf abgestellten LKW eines slowakischen Geflügelproduzenten Verwesungsflüssigkeit auf den heißen Asphalt tropfte, ahnte noch niemand, dass dieser Tag eine Zäsur in der sogenannten „Flüchtlingskrise“ in Europa bedeuten würde. 71 Tote, wie sich später herausstellte, barg der Transportraum, vorwiegend syrische Flüchtlinge. „71 Tote“, so die Zeitschrift ‚Der Stern’, „die uns nicht den Gefallen getan haben, weit weg im Meer zu ertrinken“.

Warum die Tragödie von Parndorf von der Kunst, zumal der darstellen- den, noch nicht bearbeitet worden sei, fragte Johann Maszl, der Ob- mann des Parndorfer  Theater  Sommers im April dieses Jahres den Regisseur und Autor Peter Wagner. Zwei Wochen später trafen Texte von 20 burgenländischen  AutorInnen  bei Wagner ein, womit das neue Projekt der Theaterinitiative Burgenland geboren war.

„71 oder Der Fluch der Primzahl“, so der Titel, ist eine Theatercollage mit fünf SchauspielerInnen, in die neben den Texten der AutorInnen In- terviews mit Beteiligten einfließen. Ein wichtiges  Element wird außer- dem die Musik von Ferry Janoska sein.

Die Uraufführung findet am 4. Jänner  2017 in Parndorf statt. Weitere Vorstellungen finden im ORF Landesstudio Eisenstadt, dem Offenen Haus Oberwart und in der KUGA Großwarasdorf  statt, wobei auch Schulvor- stellungen angeboten werden.

 

Die Tragödie von Parndorf, bei der 71 vorwiegend  syrische  Flüchtlinge im Transportraum eines slowakischen  LKW tot aufgefunden wurden, stellt ohne Zweifel eine Zäsur in der sogenannten „Flüchtlingskrise“ dar. Mit einem Schlag hat sich das Drama, das wir bis dahin nur von gekenterten Schlauchbooten im Mittelmeer  kannten, in unsere Mitte katapultiert, vor unsere Augen, in unsere Köpfe.

Eine der zentralen und wichtigsten  Aufgaben des Theaters, besonders des zeitgenössischen, ist es, das „Drama“ der Gegenwart auf der Bühne zu verhandeln,  die Bedingungen, unter denen es entsteht,  zu beleuch- ten und damit den Diskurs anzuregen. Die Theaterinitiative Burgenland, ein Zusammenschluss burgenländischer  AutorInnen  und Theaterma- cherInnen ist angetreten,  einem solchen  Anspruch  von zeitgenössi- schem Theater auch und gerade für das Burgenland gerecht zu werden. Die kreative Heimstätte ist das Offene Haus Oberwart, in dem seit über
25 Jahren Theater gemacht wird; Theater, das sich stets an den bren- nenden Fragen der Zeit und des Landes orientiert und dabei den Diskurs nie gescheut hat. Mit dem OHO hat die Theaterinitiative Burgenland so- wohl als Haus mit seiner perfekten Infrastruktur als auch mit den darin gebündelten Kompetenzen in Form echter Theaterexperten den idealen Partner für gemeinsame Produktionen gefunden.

Nach „KeinFunkenLand“ – einem Dreiakter zu Vergangenheit, Gegen- wart und Zukunft des Burgenlandes – und „Europas Heiliger Krieger“
– einer vom Publikum frenetisch, teilweise mit Standing Ovations aufge- nommen theatralischen Selbsthinterfragung einer Legende – setzen wir mit „71 oder Der Fluch der Primzahl“ jener Tragödie ein immaterielles Denkmal, das den europäischen Kontinent wohl für immer verändert hat und trotzdem (oder gerade deswegen) in der kollektiven Verdrängung zu verschwinden  droht.

 

DIE 21 AUTORiNNEN

Christoph Andexlinger, Klaus-Jürgen Bauer, Theodora Bauer, Clemens Berger, Robert Frittum, Michaela Frühstück, Petra Ganglbauer, Karin Ivancsics, Katharina Janoska, Saskia Jungnikl, Siegmund Kleinl, Johann Maszl, Wolfgang Millendorfer, Petra Piuk, Sophie Reyer, Reinhold Stumpf, Claudia Tebel-Nagy, Katharina Tiwald, Susanne Toth,  Peter Wagner, Wolfgang Weisgram

 

 

Kostüm und Ausstattung: Bella Ban Produktionsleitung und Licht: Alfred Masal Technik: Georg Müllner / Ton: Christoph Halper Produktionsassistenz: Jennifer Vass Regieassistenz: Isa Nemeth

 

Unter Verwendung von Beiträgen bildender KünstlerInnen an den Symposien des eu-art-network  2015/16

 

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